top of page

Warum ich nie Feierabend habe – und mein Kopf grundsätzlich Überstunden macht

  • Autorenbild: Silke
    Silke
  • 25. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Feierabend. Ich sag das Wort jetzt einfach nochmal, weil ich es so hübsch finde.

In der Realität läuft es hier nämlich so:

Der letzte Hund geht.Ich schließe das Tor.Ich atme tief durch.Und denke:

„So. Jetzt.“

Und dann kommen sie. Die unsichtbaren Dinge.

Zum Beispiel die Gedanken der Menschen.

Denn Betreuung endet nicht, wenn der Hund abgeholt wird. Sie endet erst, wenn der Mensch innerlich auch ein bisschen ruhiger ist.

Da sind Sorgen: Hat mein Hund genug getrunken? War er entspannt? Hat er gefressen? War er okay? War er wirklich okay?

Und natürlich beantworte ich das gern. Mit Herz. Mit Ruhe. Mit ehrlichen Worten.

Aber während ich sage:„Ja, alles gut, er war entspannt“macht mein Kopf schon:

🧠 Morgen kommt Hund A früher

🧠 Hund B braucht Abstand

🧠 Hund C kommt zum Schneiden

🧠 Futterliste prüfen

🧠 Nachricht nicht vergessen

Parallel. Und dann…kommt die Büroarbeit. Ahhh. Mein Lieblingshobby.(Nein.)

Rechnungen. Termine. Notizen. Listen. Nachrichten. „Könnten wir vielleicht…?“„Wäre es möglich…?“„Ich hab da noch eine Frage…“

Natürlich hast du die. Ich auch. Jetzt.

Während ich eigentlich nur kurz die Decke aufschütteln wollte.

Zwischendurch putze ich. Immer noch. Weil: Hunde. Fell. Matsch. Haare. Überall.

Und während ich den Boden wische, denke ich über Gespräche nach. Über Tiere. Über Menschen. Über das, was mitschwingt.

Denn manchmal bringen Menschen ihre Hunde und legen mir ganz leise ihre Sorgen dazu. Nicht absichtlich. Nicht böse. Einfach, weil Vertrauen da ist.

Ich trage das nicht schwer. Aber ich trage es bewusst.

Und dann –wenn ich endlich sitze, die Schuhe ausziehe und denke: „Jetzt aber wirklich Feierabend“

kommt ein Hund. Legt sich an mich. Und sagt ohne Worte:

„Du bist noch da, oder?“

Und natürlich bin ich das.

Feierabend heißt bei mir nicht:Alles erledigt.Alles abgeschlossen.Kopf aus.

Feierabend heißt:Ich lass es jetzt gut sein.

Mit Fell an der Hose. Mit Papierkram im Kopf. Mit einem Herzen, das noch beim Hof ist.

Und ganz ehrlich?

Ich würde diesen „Nie-Feierabend-Feierabend“ gegen keinen anderen tauschen.

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen
Mein Staubsauger ist müde. Meine Waschmaschine auch.

Es gibt Dinge, die mit mir arbeiten,aber nie Urlaub haben: 👉 Staubsauger 👉 Dampfreiniger 👉 Waschmaschine 👉 Trockner Das ist kein Haushalt. Das ist ein Industriebetrieb mit Fellquote. Mein Staubsa

 
 
 
Warum Ankommen wichtiger ist als Auspowern

Viele denken bei Tierbetreuung zuerst an Action. Rennen, spielen, toben, müde machen. Hier auf dem Hof beginnt Betreuung aber oft ganz anders. Mit Ankommen . Ein Hund kommt rein. Neue Gerüche. Andere

 
 
 

Kommentare


bottom of page