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Mein Staubsauger ist müde. Meine Waschmaschine auch.

  • Autorenbild: Silke
    Silke
  • 29. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Es gibt Dinge, die mit mir arbeiten,aber nie Urlaub haben:

👉 Staubsauger

👉 Dampfreiniger

👉 Waschmaschine

👉 Trockner

Das ist kein Haushalt. Das ist ein Industriebetrieb mit Fellquote.

Mein Staubsauger hat mittlerweile einen Gesichtsausdruck. Ich schwöre. Wenn ich ihn aus der Ecke hole, klingt er nicht mehr wie „Ich helfe dir gern“, sondern eher wie „Silke… schon wieder?“

Der saugt Fell. Er saugt Matsch. Er saugt Dinge ein, von denen wir beide nicht wissen, wie sie da hingekommen sind.

Manchmal ist er voll, nachdem ich ihn gerade eben geleert habe. Das ist kein physikalisches Gesetz, das ist Hofmagie.

Der Dampfreiniger dagegen ist passiv-aggressiv. Der zischt mich an. Jedes Mal.

PSSSSHHHHHH. Das ist kein Geräusch .Das ist ein Vorwurf.

Und dann…die Waschmaschine.

Meine Waschmaschine hat die Kontrolle über ihr Leben verloren. Sie kennt nur noch zwei Zustände:

  • läuft

  • läuft gleich wieder

Decken rein. Decken raus. Noch mehr Decken rein. „Ach, das kann auch noch mit.“

Ich glaube, sie denkt manchmal: „Ich wollte eigentlich mal Handtücher waschen.“

Der Trockner steht daneben wie ein treuer Kollege im Schichtdienst: „Gib her. Ich mach weiter. Ich hab’s akzeptiert.“

Und ich stehe dazwischen, sortiere Wäsche, kehre Fell, wische Böden und denke jedes Mal: „Jetzt. Jetzt ist es sauber.“

Und GENAU DANN kommt ein Hund rein. Nass. Oder sandig. Oder frisch mit Matsch besudelt. Oder alles zusammen.

Er guckt mich an. Ich gucke ihn an. Der Staubsauger guckt weg.

Ich atme tief durch und sage: „Macht nix.“

Putzen ist hier kein Zustand. Putzen ist ein Dauerprojekt. Wie der Kölner Dom. Nur mit mehr Fell.

Und trotzdem…abends, wenn alles ruhig ist, der Hof schläft und selbst die Waschmaschine Pause hat, denke ich:

Gut, dass sie durchhalten. Gut, dass ich lache. Und gut, dass Hunde nicht wissen, was Haushaltsgeräte kosten.

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